Ausbildung

Resource Therapy Suisse orientiert sich am Curriculum zum „Clinically Qualified Resource Therapist“, das RT International festgelegt hat. Es sieht ein Training von 10 Tagen (insgesamt 60 Stunden) vor, welches in Blöcken von 2-3 Tagen angeboten wird.
Das Curriculum ist so strukturiert, dass in der Schweiz absolvierte Trainingstage international angerechnet werden. Nach Absolvieren aller 10 Trainingstage erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat „Clinical Resource Therapist“ (CRT) und werden in die internationale Liste der RT TherapeutenInnen eingetragen. (
www.resourcetherapyinternational.com)

Der Ausbildungsgang richtet sich vorwiegend an Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen. Als Spezialausbildung lässt sie sich mit jeder Psychotherapieschule kombinieren.
Zugelassen sind PsychotherapeutInnen, PsychiaterInnen, ÄrztInnen und SozialarbeiterInnen in beraterischer Tätigkeit.
Die Anwendung der erlernten Interventionen erfolgt eigenverantwortlich im Rahmen der psychotherapeutischen Tätigkeit.
Kosten
Die Kosten belaufen sich auf CHF 250.- pro Ausbildungstag.
Bei mindesten 8 Anmeldungen wird der Kurs durchgeführt.

Ausbildungdetails

Tage 1 & 2
Dieser erste Teil der insgesamt 10-tägigen Weiterbildung bietet eine Einführung in das Konzept und die Methode der Ressourcen-Therapie. Diese umfasst u.a. Kernbegriffe, die spezifischen RT-Interventionen und das diagnostische Flussdiagramm.
Nebst den theoretischen Grundlagen wird den Teilnehmenden auch die konkrete therapeutische Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen vermittelt, die miteinander in Konflikt stehen („Conflicted States“).

Inhalt
  • Theorie der Ressourcen-Therapie: Ziele, Geschichte
  • Definition der Ich-Anteile: Ressourcen Anteile (Resource States)
  • Kernkonzepte der RT
  • Entstehung und Entwicklung der Ressourcen
  • Diagnosekriterien der RT
  • Spezifische RT Interventionen
  • Therapieprozess der RT
  • Unterschiede zur Ego-State-Therapie
  • Erster therapeutischer Zugang: Arbeit mit konflikthaften States

Ziele
Die Teilnehmenden sollen den theoretischen Hintergrund, die Geschichte der RT, dem Diagnosekonzept und Therapieplan kennenlernen und erste Anwendungsbereiche erlernen und anwenden können.

Leitung: Eva Schirmer und Marcelo Aragón
Tage 3 & 4
In diesem zweiten Teil der insgesamt 10-tägigen Weiterbildung in Ressourcen-Therapie wird die Arbeit mit zwei Arten von Persönlichkeitsanteilen vermittelt, welche von Verwirrung („States vaded with Confusion“) oder Unlusterleben („Dissonant States“) geprägt sind.
Diagnostisch werden verwirrte States mit Gedankenkreisen, Grübeln, persistierenden Ärger- und/oder Schuldgefühlen in Verbindung gebracht, während dissonante States daran zu erkennen sind, dass eine Tätigkeit keinen Spass macht und/oder man sich in einer bestimmten Situation nicht kompetent genug fühlt, um eine optimale Leistung zu erbringen.

Inhalt
  • Die 8 Pathologien der Ressourcen-States
  • Das Behandlungsmodell der Ressourcen-Therapie
  • Arbeit mit dissonanten States („Dissonant States“)
  • Arbeit mit verwirrten States („States vaded with Confusion“)
  • Supervision
  • Konkrete Anwendung der Techniken in Kleingruppen
  • Live-Demonstrationen mit eigenen Anliegen der Teilnehmer/-innen

Ziele
Vermittlung des Diagnose- und Behandlungssystems der Ressourcen-Therapie. Die Teilnehmer sollen Theorie und Methode der Ressourcen-Therapie vertiefen, um diese speziell auf zwei pathologische States, nämlich dissonante und verwirrte, anwenden zu können.

Leitung: Margarete Killer-Rietschel und Hermann Beck
Tage 5 & 6
In diesem Seminar geht es einerseits um die Arbeit mit Persönlichkeits-Anteilen bzw. Ressourcen, welche ein starkes Erleben von Angst oder Zurückweisung internalisiert haben und ins Bewusstsein bringen. Sie werden als «vaded with fear» und «vaded with rejection» bezeichnet. Diagnostisch lassen sich diese Zustände beispielsweise als PTBS, Panik oder Phobie beschreiben. Die Zustände von «vaded with rejection» finden sich beispielswiese im Zusammenhang mit einer Anorexia Nervosa.
Andererseits geht es um die Arbeit mit Persönlichkeits-Anteilen, welche die oben beschriebenen emotionalen Anteile («vaded with fear» oder «vaded with rejection») daran hindern wollen, ins Bewusstsein zu treten. Diese Persönlichkeits-Anteile oder Ressourcen werden als «Retro-States» bezeichnet. Sie haben Verhaltensweisen entwickelt wie beispielsweise Zwang, Sucht oder Aggression, welche das Bewusstwerden starker emotionaler Zustände («vaded with fear» oder «vaded with rejection») unterbinden und so blockieren.

Inhalt
  • Beschreibung der Persönlichkeits-Anteile im Rahmen der RT-Diagnostik
  • Erkennungsmerkmale dieser Ressourcen
  • Verbindung zwischen Ressourcen-Therapie- und der ICD – Diagnostik
  • Ableiten der Therapie-Indikation aus der RT-Diagnostik
  • Schrittweise Bearbeitung des Veränderungswunsches gemäss der im Behandlungsplan definierten Therapiemodule
  • Kennenlernen der spezifischen Therapie-Module («RT-Actions»)

Ziele
Die Teilnehmenden sollen lernen, in ihrer therapeutischen Arbeit selbstständig die Veränderungs-wünsche ihrer KlientInnen gemäss RT-Diagnostik zu erfassen und gemäss dem definierten Therapieplan in den RT-Actions zu bearbeiten.

Leitung: Regina Hunter und Hermann Beck
Tage 7 & 8
In diesem vierten Teil der insgesamt 10-tägigen Weiterbildung in Ressourcen-Therapie wird in die Mapping-Technik eingeführt, mit der die Organisation der Anteile geklärt und tiefer liegende Ressourcen-States zugänglich werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung der Ressourcentherapie auf das Thema Schmerz und somatische Beschwerden.

Inhalt
Mapping, das Erstellen einer Landkarte der Ressourcen-States
Zugang finden zu tiefer liegenden Ressourcen-States
Arbeit mit Schmerz und somatischen Symptomen
Supervision
Konkrete Anwendung der Techniken in Kleingruppen
Live-Demonstrationen mit eigenen Anliegen der Teilnehmer/-innen

Ziele
Mapping, das Erstellen einer Landkarte der Ressourcen-States
Zugang finden zu tiefer liegenden relevanten Ressourcen-States
Supervision
Konkrete Anwendung der Techniken in Kleingruppen
Live-Demonstrationen mit eigenen Anliegen der Teilnehmer/-innen

Leitung: Eva Schirmer und Marcelo Aragón
Tage 9 & 10
Im letzten Teil der insgesamt 10-tägigen Weiterbildung in Ressourcen-Therapie wird die Perspektive über die Ressourcen-States erweitert, hin zu weiteren Kategorien von Persönlichkeitsanteilen, die sich gravierend auf innere und äussere Dynamiken auswirken können. Gerade wenn die Therapie stockt, die Zeit knapp wird oder destruktiv wirkende innere Stimmen zu selbstschädigenden Verhaltensweisen beitragen, kann das Berücksichtigen dieser Anteile einen notwendigen Beitrag leisten. Neben dem Training der Sieb-Technik wird auch die Anwendung für Anker-Techniken bei der Behandlung von dissonanten States vertieft.

Inhalt
  • Überblick über weitere Kategorien von States wie „Innere Stärke“, Introjekte, OPI und CFI
  • Was sind OPI („Other Personalized Identities“) und wie werden sie behandelt?
  • Was ist eine CFI („Creative Form Identity“)?
  • Wenn die therapeutische Arbeit ins Stocken gerät: „die australische Schnabeltier-Technik“
  • Arbeit mit der Metapher „Trennungssieb“
  • Ankertechniken für die Arbeit mit dissonanten States vertiefen
  • Supervision
  • Konkrete Anwendung der Techniken in Kleingruppen
  • Live-Demonstrationen mit eigenen Anliegen der Teilnehmer/-innen

Ziele
Vermittlung der Sieb- und Ankertechnik, sowie der Arbeit mit OPI („Other Personalized Identities“). Die Teilnehmenden sollen Spezialtechniken der Ressourcen-Therapie kennenlernen, einüben und sie auf komplexere Anwendungsbereiche anwenden können.

Leitung: Margarete Killer-Rietschel und Regina Hunter
Methoden
Es wird anhand von Fall-Besprechungen und Live-Demonstrationen auch in Kleingruppen geübt. Wir legen Wert auf ein praxisnahes Lernen im wertschätzenden Miteinander, um anhand eigener Erfahrungen mit der Ressourcentherapie vertraut zu werden.